Feuer in Trostberger Papierfabrik – Kartonmaschine in Brand geraten

Trostberg. Großalarm am Samstagmorgen (25.1.)  für die Feuerwehren im nördlichen Landkreis Traunstein. In einer Trostberger Papierfabrik war in einer Produktionshalle eine Kartonmaschine in Brand geraten. Die Integrierte Leitstelle Traunstein hatte nach Eingang des Notrufs durch Mitarbeiter der Fabrik mit dem Stichwort „Gewerbe- und  Industriebrand“ Großalarm ausgelöst. Mehr als 175 Feuerwehrmänner- und –frauen von zehn Feuerwehren aus Trostberg und Umgebung rückten zum Brandort an, dazu Notärzte und Rettungskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes, ebenso die Polizei. Sechs Mitarbeiter der Papierfabrik wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst zur vorsorglichen Untersuchung in die Kliniken nach Traunstein und Trostberg gebracht. Als Ursache für das Feuer wird ein technischer Defekt vermutet. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.

Gegen 6.45 Uhr entdeckten Mitarbeiter der Firma die brennende Maschine, bei der vermutlich ein Lager heiß gelaufen war und informierten die Rettungsleitstelle per Notruf über den Brand. Zeitgleich begannen die Fabrikarbeiter selbst mit Löscharbeiten und versuchten das Feuer einzudämmen. Wenige Minuten später trafen die ersten Löschmannschaften der Feuerwehr Trostberg ein, sowie kurz darauf weitere Einheiten der Wehren aus Altenmarkt, Palling und Traunreut. Sie begannen mit den Löscharbeiten und kühlten die Maschine, mussten aber feststellen, dass sich Brandrauch und Funken über Lüftungsschächte weiter ausgebreitet und zu kleineren Schwelbränden geführt hatten. Daraufhin wurden zusätzlich die Freiwilligen Feuerwehren aus Heiligkreuz, Lindach, Oberfeldkirchen, Kienberg und Emertsham sowie die Werkfeuerwehr Gendorf alarmiert. Auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) aus Traunstein und Mitglieder der Kreisbrandinspektion mit Kreisbrandrat Christof Grundner eilten zum Brandort. In der Produktionshalle mussten die Feuerwehrkräfte wegen des Brandrauches Atemschutzgeräte tragen. Auf dem Betriebsgelände, rund um die Produktionshalle, wurde ein umfangreicher Brandschutz aufgebaut und zahlreiche Löschtrupps postiert. Auch Drehleitern wurden vorsorglich in Stellung gebracht.     

Rund eineinhalb Stunden nach Alarmierung war das Feuer unter Kontrolle. Zeitaufwändig und umfangreich waren die Nachlösch- und Kontrollarbeiten, denn die Feuerwehr-Einsatzleitung wollte sicher gehen, dass in den Lüftungsschächten keine Brandrückstände unentdeckt bleiben und erneut entzünden können. Die Produktionshalle wurde anschließend belüftet, um jeglichen Brandrauch aus dem Gebäude zu blasen. Dazu wurde auch ein Großraumlüfter der Werkfeuerwehr Gendorf eingesetzt.  

Gegen Mittag war der Einsatz beendet und die Wehren konnten zur den Gerätehäusern zurückkehren. Insgesamt waren 175 Floriansjünger im Einsatz, dazu 26 Rettungskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes mit Rettungs- und Krankenwagen, der Schnell-Einsatz-Gruppe Transport und dem Einsatzleiter Rettungsdienst. Die Polizei Trostberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. pv.

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Bericht: Peter Volk (KFV-Pressesprecher)
Bilder: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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