Einsatzreicher Freitag für die Feuerwehren

Verkehrsunfall mit fünf Fahrzeugen – Pkw landet in Bachbett - Computer und Mülltonne in Flammen - Kaminbrand der sich als Schwelbrand in Außenwand entpuppte.

Trostberg/Reit im Winkl/Waging/Traunstein/Traunreut. Einen einsatzreichen Freitag, 24. Januar 2014, der bei allem Unglück aber nicht zu einem „schwarzen Freitag“ wurde, weil keine Menschen schwerwiegender verletzt wurden, hatten die Feuerwehren im Landkreis Traunstein zu bewältigen.

Den Auftakt der Einsatzserie machte ein schwerer Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen und drei leicht verletzten Personen in Trostberg, an der Einmündung der Bayernstraße in die Bundesstraße 299. Nach Polizeiangaben wollte eine 63-jährige Trostbergerin von Wimm kommend mit ihrem Mercedes in die bevorrechtigte Bundesstraße eingefahren, übersah dabei aber einen Lkw mit Anhänger, gesteuert von einem 37-jährigen Fahrer, der in Richtung Altötting unterwegs war. Im Einmündungsbereich stieß sie gegen den Heizöl-Lastwagen. Der 37-jährige Tanklasterfahrer bremste stark ab. Dadurch kam der leere Anhänger ins Schlingern und prallte gegen zwei weitere Pkw, die auf der gegenüberliegenden Fahrbahn an einer roten Ampel standen. Durch den Aufprall wurden die beiden Autos an einen weiteren, daneben wartenden Lkw gedrückt. Die beiden Autofahrerinnen (47 und 48 Jahre) aus Trostberg wurden leicht verletzt. Vom BRK-Rettungsdienst wurden sie in die Kreisklinik Trostberg gebracht. Die Verursacherin blieb unverletzt, ebenso die beiden Lkw-Lenker. Nach Polizeiangaben entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 60.000 Euro. Die Feuerwehr Trostberg kümmerte sich um die Verkehrslenkung, sicherte die Unfallstelle ab, säuberte die Unfallstelle und unterstützte die Bergungsarbeiten. Die Bundesstraße wurde während der Rettungsaktion und Unfallaufnahme für rund eine Stunde komplett gesperrt.


Auto auf Abwegen landet in Bachbett

Zu einem spektakulären Verkehrsunfall mit einer glücklicherweise nur leicht verletzten Autofahrerin kam es am Freitagnachmittag gegen 14:00 Uhr auf der Bundesstraße 305 zwischen Reit im Winkl und Oberwössen, in der Nähe des Masererpasses. Eine 57-jährige PKW-Fahrerin verlor auf der schneebedeckten Straße, vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit, die Kontrolle über ihren VW Golf und schleuderte nach rechts von der Fahrbahn. Weiters stürzte das Fahrzeug rund vier Meter tief in das Bachbett der Weißlofer. Dort kam das Fahrzeug auf der Fahrerseite zum liegen. Die Fahrerin konnte sich mit Hilfe von Ersthelfern aus ihrem Fahrzeug befreien. Mit leichten Verletzungen wurde die 57-jährige vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren Reit im Winkl und Oberwössen leisteten technische Hilfe, regelten den Verkehr auf der halbseitig gesperrten Bundesstraße und unterstützten die Bergung des Unfallfahrzeuges. Zudem wurde kontrolliert ob auslaufende Betriebsstoffe den Bach verschmutzten.


Computer in Flammen

Ein technischer Defekt an einem Computer löste gegen 15.15 Uhr einen Zimmerbrand in einem Wohnhaus in Waging aus. Nach Polizeiangaben entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro. Verletzt wurde niemand. Nach Eingang des Notrufes bei der Integrierten Leitstelle Traunstein alarmierte diese die Feuerwehren Waging, Gaden, Otting und Petting, die mit rund 50 Feuerwehrmännern und –frauen anrückten. Die Floriansjünger hatten das Feuer im 1. Obergeschoss des Wohnhauses schnell unter Kontrolle und gelöscht. Der verbrannte Computer sowie angesengtes Mobiliar wurde von Feuerwehrlern mit Atemschutz aus dem Gebäude gebracht. Anschließend wurde der Brandrauch mit Belüftungsgeräten aus dem Gebäude geblasen. Die ebenfalls alarmierte Besatzung eines BRK-Rettungswagens musste nicht eingreifen. Bei dem Feuer wurden weder die Bewohner des betroffenen Hauses noch Einsatzkräfte verletzt.

Aus Kaminbrand wurde Schwelbrand in Außenwand

Die Alarmmeldung für die Feuerwehr kurz nach 19 Uhr lautete „Kaminbrand“. Als die herbeigerufene Feuerwehr Stein am Einsatzort angekommen war, stellte sich jedoch heraus, dass nicht im Kamin „brannte“, sondern ein Schwelbrand in der Außenwand eines Einfamilienhauses zu bekämpfen war. Dort war die Dämmung in der Nähe eines Holzofens in Brand geraten. Um das Feuer löschen zu können, musste die Außenwand sowie Teile des Daches geöffnet bzw. entfernt werden. Die Feuerwehr Stein forderte zur Unterstützung die Feuerwehr Traunreut an. Mehrere Atemschutztrupps wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt. Mit einer Wärmebildkamera wurde nach Glutresten gesucht und intensiv kontrolliert, ob keine versteckten Brandherde unentdeckt blieben. Das stark verrauchte Gebäude wurde belüftet. Den Brandschaden schätzt die Polizei auf mindestens 10.000 Euro. Die Bewohner blieben unverletzt. Die Feuerwehren waren mit rund 50 Mann im Einsatz.


Heiße Asche ließ Mülltonne in Flammen aufgehen

Eine Mülltonne geriet am Freitagabend gegen 21 Uhr in Traunstein-Haslach an einem Wohnhaus im Axdorfer Feld in Brand. Vermutlich war heiße Asche eingefüllt worden, was zu dem Feuer führte. Eine Nachbarin meldete den Brand über Notruf bei der Integrierten Leitstelle Traunstein, nachdem sie „komisch-knackende Geräusche“ gehört hatte, nach dem Rechten sah und feststellte, dass die am Nachbarhaus in einem Durchgang stehende Mülltonne brannte. Die alarmierten Floriansjünger aus Haslach hatten den Kleinbrand schnell gelöscht. Am Wohngebäude konnte entstand nur geringer Rußschaden. Der Aufmerksamkeit und Umsicht der Nachbarin ist es jedoch zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert wurde. Insgesamt geht die Polizei von einem Sachschaden von rund 2000 Euro aus.

Quelle Text: Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Peter Volk (Pressemitteilungen der Polizeiinspektionen)

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