Mutter und Kleinkind prallen mit Pkw an Baum – Frau (30) lebensgefährlich verletzt.

Traunreut. Eine Schwerverletzte und einen leichtverletzten Säugling forderte ein schwerer Verkehrsunfall am Montagabend (13.7.) auf der Kreisstraße TS 1 Nähe Hurtöst. Eine 30-jährige Frau prallte mit ihrem Fahrzeug gegen zwei Bäume und wurde in bzw. unter ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Sie musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Ihr neun Monate alter Sohn war vorschriftsmäßig in einem Maxi Cosi gesichert und kam mit leichten Verletzungen davon.
Der Unfall ereignete sich gegen 18.30 Uhr. Die 30-Jährige aus Traunreut war mit ihrem Hyundai von Traunstein in Richtung Palling unterwegs war. In einem Waldstück zwischen Kirchstätt und dem Kreisverkehr in Hurtöst kam sie in einer leichten Kurve und auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern, das Auto rutschte nach rechts von der Straße und prallte an zwei Bäume. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug ins Gehölz geschleudert und kam auf der Fahrerseite liegend zum Stillstand.
Die Fahrerin wurde hinter dem Fahrersitz und teilweise unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Das neun Monate alte Kleinkind wurde von anderen Verkehrsteilnehmern, die zu Hilfe eilten aus dem Wrack gerettet. Die zunächst alarmierte Feuerwehr Traunreut wurde vor die Situation einer schwierigen Rettung der schwerverletzten Frau gestellt. Wegen der Schwere der Verletzungen der Frau ordnete der Notarzt eine sogenannte „Crash-Rettung“ an, das heißt, dass eine schnellstmögliche Rettung notwendig ist, die keinen zeitlichen Verzug erlaubt. Um das Leben der Verletzten zu retten werden dabei mögliche Folgen der nicht patientengerechten und schonenden Rettung in Kauf genommen. Die Feuerwehr musste zunächst das Fahrzeug mittels Seilwinde stabilisieren, um ein Abrutschen und Umkippen des Wracks und damit eine weitere Gefährdung der Patientin, ebenso der Feuerwehrhelfer zu verhindern. Durch Einsatz von Rettungsspreize, Schneidgerät und Rettungszylindern konnte die Frau nach rund 25 Minuten aus dem Wrack befreit und Notarzt sowie Rettungsdienst zur weiteren Erstversorgung übergeben werden.
Währenddessen wurde das Kind schon mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 ins Klinikum Traunstein geflogen. Die 30-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und unter notärztlicher Begleitung mit dem BRK-Rettungswagen ins Traunsteiner Klinikum gebracht.
Außer der Feuerwehr Traunreut wurden auch die Wehren aus Pierling und Kammer alarmiert. Sie unterstützten die Rettungs- und Bergungsarbeiten, sicherten die Unfallstelle ab, sperrten die Kreisstraße bei Zweckham und Hurtöst für den gesamten Verkehr und leiteten diesen um. Von Seiten des Rettungsdienstes waren der Traunsteiner Rettungshubschrauber Christoph 14, ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei BRK-Rettungswagen und der Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.
Zur Klärung der Unfallursache wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein ein unfallanalytisches und technisches Gutachten in Auftrag gegeben. Der Pkw wurde sichergestellt. Während der Arbeit des Gutachters und Unfallaufnahme durch die Polizei Traunreut leuchtete die Feuerwehr die Unfallstelle aus. Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe von 8000 Euro.
Am Dienstagmittag, rund 18 Stunden nach dem schweren Unfall, gab die Polizei bekannt, dass die 30-jährige Traunreuterin nicht mehr in Lebensgefahr schwebt und sich ihr Zustand stabilisiert hat.

Bericht Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Text: Peter Volk / Quelle: Pressebericht Polizeistation Traunreut

20151261

Quelle Foto: FDLnews.info

Zum Seitenanfang