Hilflose Frau, Baum umgestürzt und Überschwemmung

Traunreuter Feuerwehr von Sonntagnachmittag bis Montagfrühdreimal im Einsatz – „Zweimal in einer Nacht schlaucht“

Traunreut. Zwischen Sonntag und Montagfrüh musste die Traunreuter Feuerwehr gleich dreimal ausrücken. Besonders belastend war es laut 2. Kommandanten Konrad Unterstein gleich zweimal in einer Nacht rausgeklingelt zu werden: Das schlaucht ganz schön, dabei handelt es sich aber wirklich nur um einen sehr seltenen Fall.“

Der erste Einsatz war am Sonntag um 14.33 Uhr auf der Staatsstraße 2104 in Höhe der Heinz-von-Stein-Straße. Dort ragte ein morscher Baum auf die Fahrbahn und musste beseitigt werden. Die Einsatzkräfte fällten den Baum und sägten ihn noch vor Ort in kleinere Stämme. Der Neuschnee war laut Unterstein nicht der Grund, warum der Baum sich über die Fahrbahn geneigt hatte. Da der Baum nur über dem Fuß- und Radweg lag, musste zumindest die Straße nicht abgesperrt werden. Nach rund einer Stunde waren die Arbeiten beendet und die Feuerwehrler konnten wieder nach Hause fahren.

Um 23.25 Uhr wurden sie dann erneut alarmiert, weil auslaufendes Wasser in einer unbewohnten Wohnung am St.-Georgs-Platz gemeldet worden war. Ein Hausbewohner hatte die Rettungskräfte alarmiert, weil aus der leerstehenden Wohnung Wasser durch die Türe lief. Als die Floriansjünger eintrafen, verteilte sich das Wasser bereits im Flur des Mehrparteien-hauses und sickerte zudem in den Keller. Um in die verschlossene Wohnung zu gelangen, entschieden sich die Feuerwehrler, ein Fenster einzuschlagen. Dazu stiegen sie mit einer Leiter auf den Balkon, schlugen das Fensterglas ein und entdeckten als Ursache des Wasseraustritts ein undichtes Ventil an der Toilette. In der Wohnung stand das Wasser schon fünf Zentimeter hoch. Die Einsatzkräfte drehten das Wasser ab. Sie saugten dann das Wasser aus der überschwemmten Wohnung sowie dem Flur und zwei Kellerräumen ab. Schließlich verschlossen sie noch das eingeschlagene Balkonfenster. Die zwölf Floriansjünger konnten den Einsatz nach rund zweieinhalb Stunden beenden.

Viel Zeit zum Schlafen blieb aber nicht, denn nur 50 Minuten später, um 2.49 Uhr, wurden sie in die Hoferstraße gerufen. Dort waren Hilferufe aus einer Wohnung gemeldet Worden. Als die zehn Feuerwehrler dort eintrafen, hatte die Polizei bereits die Wohnung geöffnet. Darin lag eine ältere Bewohnerin, die sich nach einem Sturz nicht mehr selbst helfen konnte. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst versorgten die Floriansjünger die Frau, die dann ins Klinikum Traunstein eingeliefert wurde. Nach 45 Minuten konnten die Feuerwehrler wieder nach Hause fahren und bekamen so noch ein wenig Schlaf. -hr

Quelle Bericht: Traunreuter Anzeiger

20162051

 

Zum Seitenanfang