550 Buben und Mädchen beim Kreisjugend-Feuerwehrtag

Wonneberg. Sport, Spiel, Spannung und ein fairer und kameradschaftlicher Wettstreit – so lässt sich der Kreisjugendfeuerwehrtag in einem Satz beschrieben, zu dem am Samstag über 550 Buben und Mädchen aus den Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein nach St. Leonhard kamen. Getreu dem Motto des Jugendtages „Der Einzelne sagt Ich – das Team sagt Wir“ standen ein Spielewettbewerb, bei dem Teamarbeit, feuerwehrtechnische Fertigkeiten und Geschicklichkeit im Vordergrund standen, im Mittelpunkt. Sieger des Wettbewerbes wurde die Jugendgruppe „Kirchheim 3“ mit nur einem Punkt Vorsprung zum Zweitplazierten, der gemischten Gruppe der Feuerwehren Heiligkreuz und Lindach. Den dritten Platz holte sich die Gruppe 1 der Feuerwehr Hart bei Chieming. Die sechs Buben aus Kirchheim sammelten bei den drei Spielen insgesamt 344 Pluspunkte und holten sich den begehrten Siegerpokal. Insgesamt 85 Teams nahmen an dem „Feuerwehr-Spielen“ teil.

Den Auftakt des Jugendtages, der heuer Jubiläum hatte und bereits zum 25. Mal stattfand, bildete der Einmarsch der Teilnehmer auf die „Spielearena“ neben dem Schulhaus. Josef Mayr, 1. Bürgermeister der Gemeinde Wonneberg und Schirmherr der Veranstaltung, begrüßte die Jugendlichen aus den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis. „Ein guter Nachwuchs ist viel Wert und eine große Freude für  Feuerwehren und Kommunen.“ Die Städte und Gemeinde könnten durch Fahrzeuge und Gerätschaften nur die materiellen Voraussetzungen schaffen. Die Aktiven  und vor allem die Jugendlichen, die bereit sind sich ausbilden zu lassen und sich ehrenamtlich engagieren, seien das eigentlich Wichtige und Wertvolle. Landrat Hermann Steinmaßl freute sich über die große Teilnehmerzahl. Dass Jugendliche gemeinsam für Ideale und die Allgemeinheit eintreten und sich in den Feuerwehren zu einem Team formen lassen, sei „eine tolle Sache.“ Traunreuts Bürgermeister Franz Parzinger, der als Vertreter der Städte und Gemeinden im Landkreis zu dem Jugendtreffen kam, würdigte den Einsatz der Buben und Mädchen in den Feuerwehren. Glück und Pech lägen nah beieinander, deshalb könne nur einer gewinnen. Der Erste sei aber ebenso wichtig, wie der Letztplatzierte, betonte Parzinger.

Nicht Punkte und Sieg sollen den Jugendtag prägen, sondern das Mitmachen, der olympische Gedanken und die Zusammenarbeit, forderte Kreisbrandrat Hans Gnadl die Jugendlichen auf. Florian Reiter, Fach-Kreisbrandmeister für die Jugendarbeit, schloss sich dem an und wünschte faire Spiele, viel Spaß und gute Unterhaltung.       

Auf dem Spieleparcours hatten die sechsköpfigen Jugendteams und deren Gruppenführer drei Stationen zu durchlaufen. Beim ersten Spiel musste Wasser aus einem Trog entnommen und in Plastikbehältern zu einer Kübelspritze gebracht und diese befüllt werden. Schwierigkeit dabei war, dass das Quartett den Weg gemeinsam auf einem Paar Skiern bewältigen musste. Gleichschritt und Koordination waren gefragt um nicht zu stürzen und das Wasser zu verschütten. Während ein fünftes Gruppenmitglied fleißig pumpte, musste Teammitglied Nummer 6 das Strahlrohr möglichst ruhig halten, damit der Wasserstrahl in eine enge Öffnung traf, um dadurch möglichst viel Wasser in einem Eimer zu sammeln. Je mehr Wasser auf die bereitgestellte Waage gebracht wurde, umso mehr Punkte schrieben die Schiedsrichter gut. 

Beim zweiten Spiel war der Gruppenführer oder Jugendwart gefordert. Er musste einen Schlauch, mit feuerwehrspezifischen Knoten und Stichen um die Hände seiner Gruppenmitglieder knüpfen. Als die Gruppenmitglieder den Schlauch dann losließen, dufte der nicht runterfallen. Das dritte Spiel hatte – wie konnte es zu Zeiten der Weltmeisterschaft anders sein – mit Fußball zu tun. „Das Runde muss ins Eckige“ so das Motto des Spiels und so mussten die Teams mit Minibällen auf eine Torwand mit eckigen Löchern schießen, wofür es bei einem Treffer je nach  Schwierigkeitsgrad Pluspunkte gab.

Neben den Spielen, die auch den Zuschauern viel Spaß machten, gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit der Ausstellung der neuesten Löschfahrzeuge  der Feuerwehren Schnaitsee, Petting, Otting und Inzell. Mit dem Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Palling konnte eine Fahrt in schwindelnde Höhen unternommen werden. Umfassende Informationen gab es an den Ständen der Polizei, der Bundeswehr und der Agentur für Arbeit.

Die Feuerwehr Wonneberg als Ausrichter des Jugendtages legte größten Wert auf Jugendschutz und wollte mit der Veranstaltung ein Zeichen gegen Alkoholmissbrauch setzen. So gab es keinerlei alkoholische Getränke, was aber auch kein Problem darstellte.

Bürgermeister Josef Mayr, Landtagsabgeordneter Klaus Steiner und Kreisbrandrat Hans Gnadl überreichten zum Abschluss des Wettbewerbs die Siegerpokale an die drei Erstplazierten. Das Siegerteam aus Kirchheim durfte zudem den Wanderpokal des Kreisfeuerwehrverbandes in Empfang nehmen. Kreisjugendwart Florian Reiter lobte die Disziplin der Teilnehmer und das kameradschaftliche Miteinander der Buben und Mädchen. Er würdigte zudem die hervorragende Organisation des Jugendtages durch die Aktiven der Feuerwehr Wonneberg und den Feuerwehrverein. Zum Abschluss des Jugendtreffens übergab die Feuerwehr Wonneberg den Jugendwimpel des Kreisfeuerwehrverbandes an die Freiwillige Feuerwehr Obing. Dort findet im nächsten Jahr der 26. Kreisjugendfeuerwehrtag statt. pv.

Bericht KFV Traunstein

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