500 Buben und Mädchen beim Kreisjugendfeuerwehrtag - Emertsham 1 siegte

Jugendteam aus Emertsham siegte beim Spielewettbewerb vor Engelsberg und Inzell/Reit im Winkl - Kreisjugendfeuerwehrtag 2014 findet in Peterskirchen statt.

Traunreut. Spiel, Spannung und ein Spielewettbewerb bei dem Teamarbeit, Kameradschaft und der olympische Gedanke „Dabeisein ist alles“ im Vordergrund stehen – das ist der Kreisjugendfeuerwehrtag, zu dem am Samstag rund 500 Buben und Mädchen aus den Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein im und vor dem Feuerwehr-Gerätehaus Traunreut zusammenkamen. Bei herrlichem Sommerwetter machte das große Jugendtreffen doppelt Spaß und auch wenn die Siegertrophäen nur zweitrangig waren, war der Jubel groß, als die sechs Buben der Feuerwehr Emertsham zum Sieger des Spielewettbewerbs gekürt wurden. Mit nur 120 Fehlerpunkten siegte das Team Emertsham 1 souverän vor Engelsberg 1, bei dem die Schiedsrichter 134 Fehlerpunkte feststellten. Den dritten Platz erspielte sich die gemischte Gruppe der Feuerwehren Inzell und Reit im Winkl (139 Fehlerpunkte).

Insgesamt 75 Teams aus 55 Feuerwehren im Landkreis sowie eine Jugendgruppe des THW Traunreut, nahmen an den „Jugendfeuerwehr-Spielen“ teil. Zum Auftakt marschierten die Mannschaften – angeführt von der Stadtkapelle Traunreut - auf das Wettbewerbsgelände vor dem Gerätehaus. In der Fahrzeughalle wurden sie von Kreisbrandrat Hans Gnadl, Franz Parzinger, 1. Bürgermeister der Stadt Traunreut und Schirmherr des Jugendtages, zahlreichen Bürgermeistern aus dem Landkreis und Karl Neulinger, 1. Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern sowie Stephan Hellmuth, Kreisjugendwart   der Feuerwehren begrüßt.

Auf dem Spieleparcours hatten die sechsköpfigen Jugendteams anspruchsvolle wie spielerische Aufgaben zu erledigen, bei denen das berühmte Quäntchen Glück nicht fehlen durfte. So mussten die Feuerwehranwärter zwei Steckleiterteile zusammenbauen, einen C-Schlauch ausrollen und an ein Strahlrohr anschließen. Das Strahlrohr musste anschließend mit einem Mastwurf an einer Arbeitsleine befestigt und über die angelehnte Leiter gezogen werden, was dem Hochziehen in den ersten Stock eines Hauses entsprach. Wenn das Strahlrohr die letzten Sprosse erreicht hatte, war die Aufgabe erfüllt.

Im zweiten Spiel mussten innerhalb von 120 Sekunden zwei Saugschläuche zusammengekuppelt werden. Die Saugleitung wurde dann in Schräglage ausgerichtet, so dass von oben Bälle in Richtung einer Zielscheibe rollen konnten. Blieben die „Klett-Bälle“ an Feldern der Zielscheibe haften, gab es dafür Pluspunkte.

Neben den Spielen, die auch den Zuschauern viel Spaß machten, gab es ein umfangreiches Programm mit der Ausstellung der neuesten Löschfahrzeuge  der Feuerwehren Trostberg, Tengling, Holzhausen und der Werkfeuerwehr Bosch-Siemens. Gezeigt wurde auch das neue Boot der Feuerwehr Tittmoning. Umfassende Informationen gab es am Stand der Polizei und der Integrierten Leitstelle Traunstein. Die Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut und das Bosch-Siemens-Hausgerätewerk stellten ihre Ausbildungsangebote vor. Am „Speed-Kick-Stand der AOK wurde die Geschwindigkeit beim Schuss auf ein Fußballtor gemessen. Auch der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes, das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Rettungshundestaffel stellten sich vor. Besondere Attraktion und von vielen Jugendlichen umringt war die Verkehrswacht mit Fahr- und Überschlagsimulatoren und der Möglichkeit mit einer „Rauschbrille“ vor den Augen zu erfahren, dass Alkoholgenuss zu Orientierungslosigkeit führt. Aus dem Korb eines Kranwagens hatten alle „Schwindelfreien“ einen tollen Ausblick auf das Wettbewerbgelände und die Stadt Traunreut. Großes Interesse fand eine Sprengvorführung, bei der ein Auto in Flammen aufging. Den Brand löschte die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Traunreut.

Bürgermeister Franz Parzinger freute sich, dass sich so viele Jugendliche für die ehrenamtliche und aktive Mitarbeit bei den Feuerwehren und damit für ein wunderschönes Hobby entschieden haben. „Es gibt nichts Schöneres, als anderen zu helfen.“ Er und seine Bürgermeisterkollegen im Landkreis Traunstein seien dankbar, dass sich die jungen Leute in ihrer Freizeit für den Dienst bei der Feuerwehr zur Verfügung stellen und für das Allgemeinwohl eintreten. Der Jugend von heute werde häufig nichts Gutes nachgesagt. Doch das stimme nicht, so Parzinger Viele Jugendliche seien motiviert und leisten einen nachhaltigen und wertvollen Dienst für das Gemeinwohl.

Stephan Hellmuth, Fachkreisbrandmeister für die Jugendarbeit, würdigte das Engagement der Jugendwarte in den Feuerwehren und die Energie und Zeit, die sie für ihre Schützlinge aufbringen. Die Jugendlichen seien die Zukunft der Feuerwehren. Noch gebe es wenig Nachwuchssorgen, doch in wenigen Jahren werde sich das Blatt wenden. „Wir sind für jeden Anwärter und jeden, der bei der Feuerwehr mitmacht, dankbar.“

Bürgermeister Franz Parzinger und Kreisbrandrat Hans Gnadl nahmen am Ende des zweistündigen Wettbewerbes zusammen mit Kreisjugendwart Stephan Hellmuth und Konrad Unterstein, dem Leiter des Jugendtag-Organisationsteams die Siegerehrung vor und überreichten Pokale an die drei erstplatzierten Teams. Die Siegergruppe aus Emertsham durfte zudem den Wanderpokal des Kreisfeuerwehrverbandes in Empfang nehmen. Hellmuth würdigte die hervorragende Organisation des Jugendtages die gemeinsam von allen Feuerwehren der Stadt Traunreut gestemmt wurde. Zum Abschluss übergab die Feuerwehr Traunreut den Jugendwimpel des Kreisfeuerwehrverbandes an die Feuerwehr Peterskirchen. Dort findet im nächsten Jahr der 29. Kreisjugendfeuerwehrtag statt.

Quelle Bericht: Peter Volk / Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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