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Feuerwehr übt Rettung aus Höhe bei großer Hitze

Traunreut – Zu einer Einsatzübung rückte die Traunreuter Feuerwehr am Mittwochabend bei sehr warmen Temperaturen aus. Geübt wurde an der Baustelle der Firma Vochezer Druck GmbH in der Johannes-Gutenberg-Straße. Alarmstichwort war „Personen retten aus Höhen und Tiefen“.

Kommandant Konrad Unterstein betonte die Bedeutung solcher Übungen: Die Mannschaft wisse zwar, dass eine Übung stattfindet, Ort und Szenario seien jedoch unbekannt, damit der Ablauf so realitätsnah wie möglich bleibe. Sein Stellvertreter Karl-Heinz Erhard ergänzte, dass man trotz der sommerlichen Temperaturen froh über die hohe Übungsbereitschaft der Einsatzkräfte sei.

Für die Organisation der Übung waren Christoph Leimer und Matthias Köstner von der Fachgruppe Absturzsicherung verantwortlich. Sie simulierten mit einer Übungspuppe und einem Verletztendarsteller einen Arbeitsunfall auf einem Baukran: Der Kranführer war nach einem internistischen Notfall bewusstlos, sein Helfer auf dem Weg nach oben verunglückt.

Unter der Leitung von Zugführerin Verena Unterstein rückte der erweiterte Löschzug um 19:10 Uhr zur Übungsstelle aus. Der ersteintreffende Gruppenführer erkundete die Lage und ließ einen Standardeinsatz Absturzsicherung aufbauen. Dabei rüstete sich ein Trupp mit dem Gerätesatz Absturzsicherung aus, während die zweite Einsatzkraft die Leinensicherung vorbereitete. Anschließend begann der Vorstieg.

Im weiteren Verlauf ordnete Unterstein zusätzlich den Einsatz der Drehleiter an. Aufgrund der günstigen Aufstellfläche und der ausreichenden Nennrettungshöhe konnte die Rettung über das Hubrettungsfahrzeug vorbereitet werden. Parallel wurde für den weiter unten festhängenden Verletzten eine Rettung über aufgestiegene Retter eingeleitet. Zusätzlich baute die Besatzung eines Löschfahrzeugs einen zweiten Vorstieg mit einem weiteren Gerätesatz auf. Insgesamt waren drei Fahrzeugbesatzungen an der Rettung beteiligt.

Nach rund einer Stunde waren alle Maßnahmen abgeschlossen, beide Patienten konnten sicher gerettet werden. Im Mittelpunkt der Übung stand die neu eingeführte Standardeinsatzregel für die Absturzsicherung. Kreisbrandmeister Florian Jurisch verfolgte die Übung kritisch und bescheinigte den Aktiven eine ruhige und professionelle Arbeitsweise. Sein Fazit: Der Plan mit der neuen Standardeinsatzregel sei voll aufgegangen und habe in jeder Hinsicht Sinn ergeben und gut funktioniert.

Auch die enorme Hitze blieb während des gesamten Übungseinsatzes ein wichtiger Faktor. Zugführerin und Einsatzleiterin Verena Unterstein behielt daher stets die körperliche Belastung der Mannschaft im Blick. Ein großer Dank gilt der Firma Vochezer Druck GmbH, die durch die Bereitstellung des Objekts an ihrer Baustelle die Übung erst ermöglichten. Den Abend ließen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach der erfolgreichen Übung bei einem Eis und kühlen Getränken ausklingen.

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