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Einsatzreicher Jahreswechsel für die Feuerwehr

Kaminbrand in Haslach – Bewohner einer Wohnanlage evakuiert – viele Kleinbrände in Traunreut – Großbrandalarm wegen Rauch aus Stadel am Neujahrsmorgen in Chieming

Lkr. Traunstein. Einen einsatzreichen Jahreswechsel gab es für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein. Vom frühen Silvesterabend bis zum Neujahrtag um 8 Uhr waren 18 Einsätze zu bewältigen. Über 360 ehrenamtliche Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die überwiegend kleineren Brände zu löschen. Zwei Mal wurde ein größeres Aufgebot an Floriansjüngern und Rettungskräften alarmiert, bei einem Kaminbrand in Traunstein und weil Vollbrand eines Heustadels in Chieming drohte. Beide Großalarme gingen, ebenso wie die zahlreichen Kleinbrände glimpflich aus und der Sachschaden hielt sich in Grenzen. Nach letzten Informationen wurde bei den Einsätzen in Traunreut zwei Männer verletzt. Ein junger Mann versuchte den Brand im Mülltonnenhäuschen einer Wohnanlage in Traunreut mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen und zog sich eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Bei einem anderen Einsatz in Traunreut zog sich ein Feuerwehrmann eine leichte Verletzung an der Schulter zu.

Die Vorfreude auf die Silvesterfeier wurde für die Feuerwehrler aus Haslach, Wolkersdorf und Traunstein gegen 16.30 Uhr jäh unterbrochen. Wegen einer starken Rauchentwicklung in der dritten Etage sowie im Dachgeschoss einer Wohnanlage an der Chiemseestraße wurde Brandalarm ausgelöst. Rund 40 Feuerwehrkräfte und Rettungsdienst rückten an. Schnell konnte als Ursache ein Kaminbrand ausgemacht werden, nachdem Einsatzkräfte starken Funkenflug aus dem Kamin entdeckten.

Vorsorglich wurden alle Wohnungen evakuiert. Die acht Bewohner, die zu diesem Zeitpunkt zuhause waren, wurden vorübergehend vom BRK-Rettungsdienst und einer Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes betreut. Mit der Drehleiter der Feuerwehr Traunstein wurde ein Atemschutztrupp auf das Dach gehievt. Zusammen mit dem hinzugerufenen Kaminkehrer, der den stark verschmutzten Kamin kehrte, wurde der Brand gelöscht. Das Gebäude wurde belüftet und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, bis keine Gefahr mehr bestand. Die Bewohner konnten nach rund einer Stunde wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Während der Löscharbeiten war die Chiemseestraße im Bereich der Einsatzstelle komplett gesperrt. Verletzt wurden niemand, auch entstand kein nennenswerter Sachschaden. Um 18.30 Uhr konnten die 52 Feuerwehrkräfte, die mit sieben Fahrzeugen vor Ort waren, wieder abrücken und in die Gerätehäuser zurückkehren.

Die Feuerwehr Kirchanschöring wurde um 19.07 Uhr alarmiert, nachdem die Brandmeldeanlage im Haus der Begegnung Alarm ausgelöst hatte. Ursache war ein kleines Tischfeuerwerk; zu einem Brand kam es gottlob nicht. Nach intensiver Kontrolle konnten die 17 angerückten Feuerwehrhelfer zu ihren Silvesterfeiern zurückkehren. Kurz nach 21.30 Uhr rückte die Feuerwehr Traunreut in die Martin-Luther-Straße aus. Ein Abfallcontainer stand im Vollbrand. Die Aktiven löschten das Feuer mit Hilfe von sogenannten Fognails – Löschlanzen – mit deren Sprühstrahl das Feuer im Container abgelöscht wurde. Kaum war dieser Löscheinsatz beendet ging es für die Traunreuter Wehr zu einem Bau- und Gartenmarkt an der Trostberger Straße. Auch dort schlug die automatische Brandmeldeanlage Alarm. Eine Sprinklerleitung war, vermutlich durch die Kälte geplatzt und führte zu einem nicht unerheblichen Wasserschaden. Die Feuerwehr konnte die defekte Leitung absperren und den Wasseraustritt beheben. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei einer Türöffnen leicht an der Schulter. Noch vor Jahreswechsel wurde die First-Responder-Einheit der Feuerwehr Waging zwei Mal alarmiert, um bei akuten Erkrankungen zu helfen und bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst die Erstversorgung durchzuführen.


Kaum war das Silvester-Feuerwerk beendet und die letzten Böller verhallt, setzte sich der Einsatzmarathon für die Feuerwehr Traunreut fort. Zwischen 0:18 Uhr und 3:15 Uhr löschte die Feuerwehrler elf Kleinbrände, meist Abfall- oder Papiertonnen, an verschiedenen Orten im Stadtgebiet. Brennende Reste von Feuerwerksbatterien wurden liegen gelassen, aus Unachtsamkeit oder mutwillig weggeworfen und setzten Müll oder Papier in Brand. Am Rathausplatz und an einer Bushaltestelle in der Münchner Straße brannten Mülleimer, ebenso vor dem Haupteingang eines Seniorenheims. In einigen Fällen hätte es nach Auskunft von Konrad Unterstein, 1. Kommandant der Traunreuter Wehr, leicht zur Ausweitung auf Gebäude oder geparkte Fahrzeuge und damit zu einem größeren Feuer mit erheblicher Gefährdung von Menschen Brand kommen können. Am Sankt-Georgs-Platz brannte eine Freifläche und eine Hecke fing Feuer. In der Lorenz-Brandl-Straße geriet ein Mülltonnenhäuschen in Brand. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr löschte den brennenden Unrat ab. Vor Eintreffen der Floriansjünger ging ein junger Mann mit einem Feuerlöscher gegen den Brand vor, zog sich dabei jedoch eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Er wurde von Feuerwehrkräfte erstversorgt und zur Weiterbehandlung mit einem Rettungswagen in die Kreisklinik Trostberg gebracht. Sein couragiertes Handeln verhinderte jedoch Schlimmere, was die Polizei in ihrem Bericht ausdrücklich lobt. Allein bei der Feuerwehr Traunreut waren in der Silvesternacht 22 ehrenamtliche Feuerwehrdienstleistende im Einsatz, jeder über mehr als acht Stunden. Traunreuts Kommandanten Konrad Unterstein und Karl-Heinz Erhard würdigten ihre Mannschaft: „In der Silvesternacht auf Freunde, Familie und Feierlichkeiten zu verzichten und stundenlang für die Feuerwehr im Einsatz zu sein, ist nicht selbstverständlich. Wir sind stolz auf die gezeigte Gemeinschaftsleistung,“ so Unterstein, als die Aktiven bei Tagesanbruch das Gerätehaus verließen.

Zu kleineren Bränden mussten auch die Feuerwehren Waging, Stein, Engelsberg und Grassau in den ersten Stunden des neuen Jahres ausrücken. In Waging löschten die Floriansjünger einen Kleinbrand im Freien in der Nähe eines Einkaufsmarktes, in Stein waren um 0:28 Uhr 15 Aktive mit zwei Fahrzeugen ausgerückt, um in der Siedlung Fasanenjäger einen Papier- und einen Altkleidercontainer zu löschen, die im Vollbrand standen. Auch in Engelsberg brannte ein Müllcontainer in der Doblstraße und in Grassau wurden ab 1.45 Uhr an verschiedenen Stellen in der Bahnhofstraße brennende Feuerwerksbatterien abgelöscht. 18 Feuerwehrfrauen und -männer waren mit zwei Fahrzeugen im Einsatz.

Großalarm für die Feuerwehren in Chieming und Umgebung gab es um 3:19 Uhr. Von einem Anwohner wurde der Integrierten Leitstelle Traunstein eine starke Rauchentwicklung und ein Feuerschein aus einem Heustadel in der Max-Kurz-Straße in Paffing gemeldet. Darauf alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren Chieming, Grabenstätt, Hart, Ising, Traunstein und Traunreut, ebenso die Kreisbrandinspektion. Hinter dem Wettermantel des Stadels waren auf einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern Heu und Stroh in Brand geraten. Die ersteintreffende Feuerwehr Chieming, deren Gerätehaus sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet, verschaffte sich mittels Motorsäge Zugang und schnitten die Holzverschalung heraus. So konnten Atemschutztrupps über eine Leiter in den Stadl vorrücken und das Feuer schnell ablöschen. Die weiteren Feuerwehr-Einheiten und in Bereitschaft stehenden Wehren konnten unverrichteter Dinge wieder abrücken. Die Floriansjünger räumten das Brandgut aus dem Stadel, wässerten den Brandbereich kräftig ein und kontrollierten das Gebäude und das gelagerte Heu und Stroh mit Wärmebildkamera auf Glutreste.

Verletzt wurde niemand. Die ebenfalls alarmierten Besatzungen zweier Rettungswagen, ein Notarzt und der Einsatzleiter Rettungsdienst mussten nicht eingreifen. Was zu dem Feuer geführt hat, ob der Brand möglicherweise durch einen Feuerwerkskörper ausgelöst wurde, wird von der Polizei untersucht. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden. Kurz vor 5 Uhr morgens rückten die Einsatzkräfte ab. Im Einsatz vor Ort waren 50 Feuerwehr-Aktive, alarmiert und angerückt waren 109 Floriansjünger. pv.

Quelle Bericht: Peter Volk / Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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