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Wäschetrockner implodiert durch technischen Fehler: Fünf Menschen werden verletzt

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Per Drehleiter hat die Feuerwehr die Menschen in dem Wohnblock in Traunreut im Landkreis Traunstein versorgt. - Foto: 112 News/M. Benje

Ein implodierter Wäschetrockner hat für einen spektakulären Rettungseinsatz der Feuerwehr in Traunreut im Landkreis Traunstein gesorgt. Ursache sei ein technischer Fehler gewesen. Dadurch wurden fünf Menschen leicht verletzt, sie erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Ein Feuerwehrmann klagte kurzzeitig auch über gesundheitliche Probleme. Die Feuerwehr betreute die Anwohner des Wohnblocks, in dem es zu dem Brand kam, teils per Drehleiter.

Der Brand wurde kurz von 3.30 Uhr in der Nacht gemeldet, teilt ein Polizeisprecher gegenüber der Mediengruppe Bayern mit. In der Wohnung in einem großen Wohnblock in der Salzburger Straße war plötzlich ein lautes Explosionsgeräusch zu hören, dann stand der Wäschetrockner in einer Wohnung im fünften Stock in Flammen. Laut Information der Polizei hatte ein technischer Fehler die Explosion ausgelöst.

Der Knall war so laut, dass alle Bewohner des Wohnblocks wach wurden, erzählt Fachkreisbrandmeister Hubert Hobmaier vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein. Der Rauch, der nach Plastik stank, breitete sich rasch im Gebäude aus. Die Feuerwehr brachte unter schwerem Atemschutz die drei Bewohner der Wohnung über das Treppenhaus ins Freie. Sie hatten Rauch eingeatmet und kamen zusammen mit zwei weiteren leicht verletzten Personen ins Krankenhaus.

Von der Drehleiter aus auf den Balkonen betreut

Elf Bewohner der darüberliegenden Wohnungen flüchteten vor Rauch und Gestank auf ihre Balkone. Weil sie sich weigerten, durch den Rauch über das Treppenhaus ins Freie zu gelangen, betreute die Feuerwehr sie von der Drehleiter aus im Freien auf ihren Balkonen. „Da ging es hauptsächlich darum, die Angst zu nehmen“, sagt Hobmaier, „die Menschen waren nicht mehr in unmittelbarer Gefahr, da hätte eine Rettung über die Leitern den Rahmen deutlich gesprengt.“

Die Feuerwehren aus Traunreut, Palling, Traunwalchen, Pierling und Trostberg waren mit 80 Einsatzkräften, der Rettungsdienst des Roten Kreuzes mit mehreren Rettungswägen sowie ein Fachberater des Technischen Hilfswerkes, Ortsverband Traunreut, im Einsatz. Der Sachschaden liegt laut Polizei bei einem niedrigen fünfstelligen Eurobetrag.

Anmkerkung der Redaktion: Zunächst hatten wir darüber berichtet, dass drei Menschen bei dem Einsatz verletzt wurden. Die Polizei hat am Donnerstagvormittag mitgeteilt, dass fünf Menschen verletzt wurden. Wir haben den Artikel entsprechend aktualisiert. - kse/fbe

Quelle: www.pnp.de