Nächtliche Alarmierungen, drei Personenrettungen und ein glühender Akku fordern Traunreuter Wehr

Am Montag hatten die Ehrenamtlichen alle Hände voll zu tun und mussten zweimal nachts zur Personenrettung ausrücken. - Foto: red
Gleich zu fünf Einsätzen musste die Feuerwehr Traunreut (Landkreis Traunstein) am Montag ausrücken. Dabei wurden insgesamt drei Personen gerettet.
Los ging es bereits um 0.39 Uhr. Mit dem Alarmstichwort „Technische Hilfeleistung – Tragehilfe“ wurden die Ehrenamtlichen durch ihre Piepser aus dem Schlaf gerissen. In der Brandenburger Straße war ein Patient in seiner Wohnung akut erkrankt. Der Rettungsdienst forderte die Feuerwehr zur Unterstützung bei der Personenrettung an, damit der Mann anschließend in eine Klinik gebracht werden konnte.
Die dritte und vierte Alarmierung erfolgten nahezu zeitgleich
Weiter ging es um 9.59 Uhr am St.-Georgs-Platz. Eine ebenfalls akut erkrankte Person in einer Dachgeschosswohnung konnte sich zwar noch bemerkbar machen, die Wohnungstür jedoch nicht mehr selbstständig öffnen. Erneut rückten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei an, um die Wohnung zu öffnen und dem Patienten schnellstmöglich medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde er aus der Wohnung gerettet und ebenfalls in eine Klinik gebracht.
Die dritte und vierte Alarmierung erfolgten nahezu zeitgleich. Um 15.53 Uhr lautete das Alarmstichwort „B1 – Brandnachschau“, um 15.56 Uhr folgte die Meldung über die Auslösung einer Brandmeldeanlage. Kommandant Konrad Unterstein teilte die Einsatzkräfte und Fahrzeuge noch während der Anfahrt auf, sodass beide Einsatzstellen angemessen abgearbeitet werden konnten.
Bei der Brandnachschau in der Kantstraße handelte es sich um den glühenden Akku eines Elektrofahrrads. Dieser war von den anwesenden Ersthelfern bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits vorbildlich gesichert worden, sodass von ihm nur noch geringe Gefahr ausging. Nach einer kurzen Erkundung legten die Feuerwehrleute den Akku in ein Wasserbad, das in einem Blechgefäß bereitgestellt worden war. Nach einem abschließenden Aufklärungsgespräch konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen.
Brandmeldeanlage hatte aufgrund von Staub ausgelöst
Währenddessen beschäftigte die übrigen Feuerwehrleute eine ausgelöste Brandmeldeanlage in einem Schülerheim an der Salzburger Straße. Diese hatte aufgrund von Staub ausgelöst, der bei Handwerksarbeiten aufgewirbelt worden war. Die Feuerwehr erkundete die Lage, stellte die Brandmeldeanlage zurück und informierte den Betreiber. Damit war allerdings noch immer nicht Feierabend.
Um 23.49 Uhr, also erneut zur Schlafenszeit, alarmierte die Integrierte Leitstelle die Feuerwehr zu einem weiteren Einsatz. Wieder ging es zu einer akut erkrankten Person in einer Wohnung in der Traunwalchener Straße. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zwar Blick- und Rufkontakt herstellen, allerdings gab die Patientin an, unter sehr starken Schmerzen zu leiden, sodass sie nicht mehr aufstehen konnte. Die Feuerwehr öffnete daraufhin die Wohnung und unterstützte auch hier bei der Rettung der Patientin.
Die Kommandanten rechnen ihren Einsatzkräften die gezeigte Leistung hoch an. „Dass wir fünfmal an einem Tag von unserer Leitstelle losgeschickt werden und dabei auch noch drei Personen retten, kommt nicht oft vor“, sagte Konrad Unterstein. Sein Stellvertreter Karl-Heinz Erhard ergänzte: „Dabei darf man nicht vergessen, dass unsere Leute auch zwei kurze Nächte und etwas Schlafmangel in Kauf genommen haben.“
Übung stand am Montag auch noch auf dem Plan
Wie die Kommandanten berichteten, fand am Abend trotz der Einsätze eine praktische Übung zum Thema Verkehrsunfall statt. Diese war ebenfalls sehr gut besucht und wurde von den Ehrenamtlichen engagiert absolviert. Konrad Unterstein und Karl-Heinz Erhard sind sich einig, dass die von den Feuerwehrkameraden an diesem besonderen Montag gezeigte Leistung großen Respekt verdient.

Trotz der vielen Einsätze in Traunreut fand eine praktische Übung zum Thema Verkehrsunfall statt, die gut besucht wurde. - Foto: red
„Heute hat sich wieder einmal gezeigt, dass das Ehrenamt bei der Feuerwehr für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist und dank der großen Motivation unserer Einsatzkräfte alle Einsatzstellen reibungslos und schnell abgearbeitet werden konnten“, erklärten die Kommandanten abschließend.
Quelle: www.pnp.de